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Hautatmung: Mythos oder Wahrheit?

Zuletzt bearbeitet: 06.05.2026 16:30 · von Nude Hardliner · 1 Versionen
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Vitamin-D-Synthese: Vorteile der Ganzkörperbesonnung

Vitamin D3 wird zu etwa 80 % bis 90 % durch die Einwirkung von UV-B-Strahlung in der Haut gebildet. Im Gegensatz zur teilweisen Besonnung bietet die Ganzkörperbesonnung eine maximale Effizienz.

Größere Fläche: Durch die Besonnung des gesamten Körpers wird die Syntheserate maximiert, ohne dass die einzelne Hautpartie übermäßig lange der Strahlung ausgesetzt werden muss (Vermeidung von Sonnenbrand).

Speichereffekt: Da Vitamin D fettlöslich ist, kann der Körper bei Ganzkörperbestrahlung in den Sommermonaten Depots anlegen, die besser durch den Winter helfen.

Quellen:

Holick, M. F.: Biological Effects of Sunlight, Ultraviolet Radiation, and Vitamin D. In: Reviews in Endocrine and Metabolic Disorders, 2007.

Biesalski, H. K.: Vitamin D in der Prävention. Springer Verlag, 2017.

Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): Vitamin D und UV-Strahlung.

52. Sonnenschutz für Intimbereiche: Besondere Empfindlichkeit

Die Haut im Intimbereich ist physiologisch anders beschaffen als die restliche Hautoberfläche.

Dünne Hornschicht: Die Epidermis ist hier deutlich dünner, was die Barrierefunktion herabsetzt. UV-Strahlen dringen tiefer und schneller ein.

Fehlende Pigmentierung: Da diese Bereiche meist durch Kleidung geschützt sind, fehlt die "Lichtschwiele" und die Melaninbildung ist geringer. Ein Sonnenbrand tritt hier extrem schnell auf und ist aufgrund der hohen Nervendichte besonders schmerzhaft.

Quellen:

Wollina, U.: Anatomie und Physiologie der Genitalhaut. In: Der Hautarzt, 2011.

Dermatologische Fachgesellschaft (DDG): Empfehlungen zum UV-Schutz bei ungewohnter Exposition.

53. Hautatmung: Mythos oder Wahrheit?

Häufig hört man im Naturismus das Argument der "Hautatmung". Wissenschaftlich muss hier differenziert werden.

1. Gasaustausch

Der Mensch deckt nur ca. 1–2 % seines Sauerstoffbedarfs über die Haut. Eine "Atmung" im Sinne der Lungenfunktion existiert also nicht.

2. Wahrheit

Die Haut ist jedoch ein wichtiges Ausscheidungsorgan. Ohne Kleidung findet ein ungehinderter Gasaustausch und eine optimale Thermoregulation statt, was oft fälschlicherweise als "Atmen" bezeichnet wird. Es geht eher um die Vermeidung von Okklusion (Hitzestau durch Stoffe).

Quellen & Einzelnachweise

  1. Schmidt, R. F.: Physiologie des Menschen. Springer, 2013.
  2. Stücker, M. et al.: The cutaneous uptake of oxygen. In: Journal of Physiology, 2002

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Nude Hardliner · 06.05.2026 16:30
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